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Neu in 2019: der "Zuchttrog" nach R. Kolbe (modifiziert) - nun Zuchtbeute

January 13, 2019

Wer bei youtube das Geschehen rund um die Imkerei verfolgt, kennt auch sicher den Kollegen Kolbe aus Sachsen. Mit seiner Wanderimkerei ist er sehr erfolgreich, aber auch sehr erfahren in Sachen Belegstellenarbeit. Seine Videos, die praktisch sind, wenig verschnörkelt sondern direkt auf den Punkt gebracht, findet man hier: https://www.youtube.com/user/kolralf/videos

Besonders die Belegstellenvideos sind sehr interessant. Mir hatte es der "Zuchttrog" angetan, deshalb habe ich versucht einmal zu überlegen, wie wir den Zuchttrog in die Belegstellenarbeit integrieren können.
Siehe: https://www.youtube.com/watch?v=7_x6P8ckD6Q&t=335s

Erst einmal muss man das System verstehen. Hierzu empfehle ich, die Videos zum Zuchttrog der Wanderimkerei Kolbe aufmerksam anzusehen. Auch eine Anleitung zum Selberbauen hat der Imkerkollege des Buckfast-Verbandes freundlicherweise ins Netz gestellt. Wer also mag, kann sich seinen Trog bauen!

Ich bevorzugte die etwas einfachere Methode, mit Modifikationen die mir in den Kopf kamen und bestellte bei der Firma Holtermann eine City Box im Format Dadant US für 229,00€ und die passenden Schiede:  
- zwei Trennschiede 2982
- zwei Absperrgitter 2984

Siehe: https://www.holtermann-shop.de/Holzbeuten/Einraumbeuten--City-Box-/Dadant-US-Einraumbeute--City-Box-.html

So kann man eine "Zuchtbox" bauen, die von folgender Aufteilung aus geht:
links und rechts zwei Kammern mit je 8 Briutraumrähmchen, die zwei inneren Rähmchen, also 7 und 8 werden mit einem Königinnenabsperrgitter versehen.
Die acht Rähmchen in der Mitte sind mittels Trennschied abgetrennt. 

Zum Füttern, (wenn gerade trachtarme Zeit ist ohnehin absolut notwendig) habe ich einer Futterzarge mit seitlichem Aufstieg ( 23,50€) bestellt und einer Futterzarger mit doppeltem Dom (22,50€), bei Imkereitechnik Wagner. Diesen habe ich dann mittels Abtrennung durch Anbringen einer Holzleiste in der Mitte geteilt, er versorgt also zwei Völkchen.

Siehe: https://www.holtermann-shop.de/Holzbeuten/12er-Dadant-US-Beute/12er-Dadant-US-Futterzarge.html
und 
https://www.imkertechnik-wagner.de/shop/magazinbeuten/12er-dandant-modifiziert/fuetterer-mit-2-fachem-aufstieg-12er-dadant.html


Die Fütterer müssen noch leicht modifiziert werden, damit sie bienendicht abschließen an der Unterseite. Eine flache Leiste hilft...
Auf der Rückseite wurde in der Mitte noch ein Flugloch gebohrt und eine Fluglochscheibe von Bienen Ruck, die generell belegstellentauglich ist, angebracht, (0,80€). 
Siehe: https://www.bienen-ruck.de/imkershop/koeniginnenzucht/einwabenkaesten/1448/rubee-fluglochscheibe?number=8608

An der Stelle, an der die Trennschiede sind, muss das Bodengitter noch mit einer flachen Leiste verstärkt werden. Und schon ist der Futtertrog fertig. Ich habe noch mit einer -für Bioland Imker zugelassenen- Lasur die Aussenhaut gestrichen, damit der Zuchttrog auf der Belegstelle verbleiben kann. 

Damit die Pheromone der Königinnen sich im Zuchtbeute nicht weiter verteilen, habe ich den Boden des Ablegers in der Mitte von unten mit Korkplatten ausgelegt/verschlossen. Achtung: Auch die Deckelkonstruktion von Holtermann kann so nicht bleiben! Einzeln, auf die Oberträger der Rähmchen aufgelegte Deckelelemente sind aus imkerlicher Sicht ein grober Fehler wegen fehlendem Beespace. Hier muss auch nachgearbeitet werden mittels einer Deckelplatte!

Sicher fallen mir noch weitere Modifikationen und Verbesserungen ein, die ich dann gerne auch vor Ort kommuniziere. Jeder Besucher der Belegstelle kann sich den Trog gerne ansehen und erklären lassen. 

Im Unterschied zum Zuchttrog des Kollegen Kolbe ergibt sich so eine drei mal 8 Aufteilung der Rähmchen, die ich zunächst einmal für vorteilhafter halte. Ob sich das als optimal herausstellt, wird man sehen. Fest steht: wir haben auf der Gebrauchsbelegstelle Rommerskirchen während der Zuchtsaison dauerhaft einen Adam-Dauerstarter als Zuchtbox in Betrieb. Inklusive Umlarvtermine und Weiterbildungen, ist so das Geschehen rund um die perfekte Königinnenzucht auf der Belegstelle erlernbar. Herzliche Einladung!

Diese Zuchtbeute ersetzt so den normalen Adamstarter. Im Optimalfall werden hier über mehrere Durchgänge -nach dem Umlarven auf der Belegstelle-Zellen unter optimalen Bedingungen angepflegt die dann nach 5 Tagen in Pflegevölker / Königinenkästchen gegeben werden. Die dann geschlüpften Prinzessinnen können sogleich auf der Belegstelle Rommerskirchen begattet werden. 

Nachtrag am 14. Januar 2019: 
1) Das neue Flugloch kann wohl nicht mit einer Fluglochscheibe versehen werden, da dies bei so viel Bienenmasse eher hinderlich wäre. Hier muss eine andere Lösung mit (regulierbarem) Schieber her. 
2) Statt der acht Rähmchen in der Mitte gehe ich von neun Rähmchen aus, bei Zuchtbeginn wird eine Zuchtlatte eingehängt und so bleiben acht voll besetzte Rähmchen übrig. Sechs reichen zwar aus, aber so scheint mir (und nicht nur mir) das erst einmal sicherer. (Der Praxistest wird zeigen ob das stimmt). 
3) Der Bodenbereich muss besser regulierbar sein, damit das Klima in der Beute optimal werden kann. Ein Schieber-System muss her das dreigeteilt ist und von vorne bedient werden kann. 
4) Auf den Namen "Adam-Dauerstarter" wird verzichtet, da Bruder Adam nach intensiven Recherchen wohl kein ähnliches System wirklich in Gebrauch hatte. Insofern wäre das irreführend. Wer den Zuchttrog-der auch in den 1970er Jahren schon betrieben wurde-wirklich erfunden hat, bleibt zunächst ungeklärt. 
5) Meine ersten Erfahrungen mit einem sog. "Zuchttrog" gehen zurück auf die Versuche mit der Bienenbox, die mit dem Format Kuntzsch hoch arbeitet. Das Prinzip ist gleich, jedoch ist weniger Bienenmasse vorhanden. Ohne Kenntnis der sog. "Zuchttrog-Technik" sind mir aber schon vor zwei Jahren gute Annahme-Ergebnisse der Zellen in der Bienenbox gelungen. Insofern ist die Bienenbox besser -und bietet mehr Möglichkeiten als mancher Imker es wahr haben mag. der beste Beweis hierfür ist die "City Box".

 

Zuchtbeute, modifiziert. Jeweils 6 Rähmchen außen, gefolgt von 2 Rähmchen nach Absperrgitter und dann mittels Schied getrennt. Der mittlere Bereich hat ein Flugloch auf der anderen Seite. 


Kosten ohne Beutengestell: ca. 280€. 

 

 Foto: Zwei Futterzargen für drei Ableger-Bereiche.

 

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