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Fragen rund um die neue Belegstelle Sophienhöhe Kerpen

October 29, 2019


1. Was genau unterscheidet die Sophienhöhe Kerpen von der Belegstelle Rommerskirchen?

In Rommerskirchen herrschen zunächst seitens der Bienen ganz andere und deutlich optimalere Bedingungen hinsichtlich der Tracht und der frühen Pollenversorgung. An der Sophienhöhe werden derzeit durch die Flächeneigner Obstkulturen angepflanzt und die Flächen insektengerecht gestaltet, wir dürfen fachlich daran mitwirken Dieser Prozess dauert noch eine Weile.

Hinsichtlich der Zuchtarbeit unterscheidet sich die Sophienhöhe zunächst in den ersten Jahren nicht erheblich von einer Gebrauchsbelegstelle. Da aber die Möglichkeit einer Reinzucht-Belegstelle geprüft wird, sind die imkerlichen Arbeiten anders zu bewerten. Ein umfangreicher Belegstellentest und die Durchführungen von Kooperationen mit Nachbarimkern, Behörden und Flächeneignern ist für das kommende Jahr vorgesehen und bildet die Grundlage der Einrichtung dieser Belegstelle.

Danach, werden Jahr für Jahr erste Reinzucht-Anpaarungen erprobt und genetische Tests durchgeführt. Der eigentliche Belegstellentest des Zuchtverbandes wird ebenso Jahr für Jahr wiederholt.

Nach rund 5 Jahren erfolgreicher Anpaarung und nach genetischer Überprüfung der Anpaarungen, kann man den festen Belegstellenstatus erwarten, vorher sicher nicht.

2. Warum werden schon Termine auf der Belegstelle Sophienhöhe gemacht?

Weil wir hochwertige Genetik dort vorhalten und zusammen mit örtlichen Imkern von Anfang an einen hochwertigen Testbetrieb durchlaufen dort. Man kann aber im nächsten Jahr davon ausgehen, dass es sich noch um einen Buckfast-Mix handelt der sich dort genetisch einfindet.

Das ist für alle Imkerinnen und Imker eine gute Möglichkeit ihre Zuchtarbeit zu aktivieren und auch zu erlernen. Da wir von guten Ergebnissen ausgehen und hoffen, bald auch die „Lufthoheit“ zu haben, dürften die Anpaarungsergebnisse vom ersten Jahr an eine hohe Qualität aufweisen. Dennoch bleibt es zunächst ein Probebetrieb, mit einer Genetik von mehr als einer Buckfast Linie.

Die Imkerkurse der Belegstellen finden im jährlichen Wechsel mal in Rommerskirchen mal an der Sophienhöhe statt. Erfahrungsgemäß sind diese Kurse schnell ausgebucht und wir sind mit der Ortswahl der Seminare den Wünschen vieler Kolleginnen und Kollegen aus der Eifel und Voreifel entgegen gekommen.

3. Weshalb heißt die Belegstelle Sophienhöhe nicht „Geebrauchsbelegstelle“

Eine Gebrauchsbelegstelle ist ein Ort, an dem Imkerinnen und Imker hervorragende Wirtschaftsköniginnen vermehren. Ausgehend von einem sehr guten Drohnen-Mix, kann man beste Ergebnisse erzielen. Eine Reinzucht ist dort auf Grund des Drohnen-Mix verschiedener Linien nicht möglich.
An der Sophienhöhe ist das Ziel auf Dauer in Kooperation mit den Nachbarimkern nur eine Drohnenlinie, die zuvor vom Zuchtverband festgelegt wurde, zu führen und einen Schutzradius zu erwirken.

4. Warum ist das Projekt so wichtig für die Zukunft?

Die Belegstelle Sophienhöhe im Campus Natura ist ein Projekt, mit dem wir der nächsten Generation an Imkerinnen und Imkern nicht nur im Rheinland, eine gute Ausgangsbasis schaffen wollen, sozusagen der Handschlag mit der kommenden Generation an Imkerinnen und Imkern.

Die kommenden Herausforderungen der Bienenzucht und Arbeit mit Honigbienen erfordern eine gute Vermehrungspraxis aller Imker, damit Probleme wie etwa in Frankreich und der Türkei hier im Rheinland nicht solche epischen Ausmaße annehmen,

Auch ist es nicht gewollt, die Biodiversität im Rheinland mit immer aggressiveren Importen von Honigbienenvölkern (Paketbienen) aus Italien und Griechenland zu gefährden. Obendrein sind solche Bienenimporte hinsichtlich des Tierwohl als absolut verwerflich zu betrachten.

Einfallende invasive Arten von Hornissen werden zukünftig vermutlich die imkerliche Praxis komplett verändern.

Ein Ort wie die Sophienhöhe ist dazu gedacht, die Gesundheit unserer vitalen Honigbienen im Rheinland zu erhalten und zu festigen und vielen Imkern eine gute Vermehrungspraxis zu vermitteln. Importe von Bienen werden so überflüssig.


Deshalb braucht ein solches Projekt viele Väter und Mütter, UnterstützerInnen und Förderer, die auch eine Festigung für die nächsten Generationen sichern. Der ehemalige Landrat und jetzige Geschäftsführer der Villa Sophienhöhe, Werner Stump, hat mit seiner großzügigen Unterstützung den Grundstein für dieses Projekt gelegt; uneigennützig und großherzig, und er ist sich der Verantwortung gegenüber kommender Generationen bewusst.

Ralf Heipmann und ich haben die „imkerlichen“ Voraussetzungen geschaffen.Nun liegt es an den Nachbarimkern und Behörden mit uns gemeinsam daraus das Beste für die kommenden Generationen zu machen!

Stefan Weirich
Ehrenamtlicher organisatorischer Leiter der Belegstelle im Aufbau Sophienhöhe,
Klosterimker in Siegburg und Brauweiler, Stadtimker in Köln und Bonn

 

 



 

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